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I PWN U TV-Tipps für den Sommer

Moderiert wird „Survivor“ von Sascha Kalupke. Wie jetzt? Den kennen Sie nicht? Nicht weinen... Sie können die Rotzfandel wieder einstecken, den kennt nämlich keine Sau. Pro7 hatte wohl keine Lust auch noch viel Geld in einen halbwegs vernünftigen Moderator zu investieren und deshalb darf jetzt der Assistent von „Zwei bei Kallwass“ Survivor moderieren...

Zugegeben, ich kann jetzt hier nicht viel über den guten Mann sagen, da man ja bisher kaum was von ihm gesehen hat. Wenn ich mir aber so anschaue, was Pro7 in den letzten Jahren sonst noch so für Moderatoren und Moderatorinnen zu bieten hatte, ist allerdings anzunehmen, dass es sich auch bei Kawupke hier um jemanden handelt, dessen Eltern an seinem Geburtstag in den Zoo gehen, um den Storch mit Steinen zu bewerfen.

Natürlich wird der neue Moderator von „Survivor“ nicht müde zu erklären wie ultra-spannend die Show ist:

Sascha Kalupke [Moderator „Survivor“]:

Als Spielleiter erkläre ich die Regeln. In jeder Sendung müssen unsere Kandidaten in Wettkämpfen gegeneinander antreten, bei denen es um Durchhaltevermögen, Teamwork, Geschicklichkeit und Kraft geht. Die Zuschauer werden erstaunt sein, wie weit die Teams für einen Feuerstein oder ein Moskitonetz gehen.

Das glaub ich allerdings weniger, dass ich da erstaunt sein werde, glaube ich doch, dass die Teams ähnlich weit für einen Feuerstein gehen werden, wie TV-Sender für eine halbwegs ordentliche Quote. Ich persönlich freue mich jedenfalls schon wahnsinnig darauf, wenn sich Kalusche hier in der Neuauflage von „Entern oder Kentern“, im trügerischen Sumpf auf die Grinse legt.

Sascha Kalupke [Moderator „Survivor“]:

Es gibt immer wieder Situationen, bei denen sie [die Kandidaten] ins Grübeln kommen, ob sie lieber ihren eigenen Vorteil nutzen oder sich in den Dienst des Teams stellen sollen. Ein Beispiel: Bei einer Einzelchallenge kann sich die Gewinnerin entscheiden – spendiert sie ihrer Gruppe ein Grillfest oder wählt sie Immunität?

Hmmm... ich weiß nicht. Kommt halt drauf an, wer oder was da gegrillt wird. Wenn ich mir beispielsweise vorstelle, dass ich einem Pro7-Moderator einen Spieß in die Pupe stecken dürfte, um ihn anschließend über dem offenen Feuer zu grillen (ein Schicksal, das den neuen Moderator von Galileo – Daniel Aminati – offensichtlich schon mal ereilt hat), könnt ich auf Immunität eigentlich ganz gut verzichten.

Wie gesagt, die Auswahl der Teilnehmer ist über jegliche Zweifel erhaben. Sieht man beispielsweise auch an Studentin Elina (26), die nach eigenem Bekunden noch niemals außerhalb von Europa Urlaub gemacht hat. So so, da ist Elina ja für eine lebensfeindliche Südseeinsel mit Selbstversorgung wie geschaffen. Die dachte sich wahrscheinlich auch, als sie den schwedischen Namen der Show gehört hat – Expedition Robinson – „das wird sowas sein wie Club Robinson, da mach ich mit“. Na ja, spätestens, wenn ihr nachts im Schlaf die Riesenspinnen übers Gesicht kriechen, wird Elina ja dann merken, dass es sich hier nicht wirklich um einen All-Inclusive-Club-Urlaub handelt.

Pro7 ["Survivor"-Website]:

Jeder Kandidat durfte einen persönlichen Gegenstand auf die Insel mitnehmen. Welcher ist das bei dir?

Elina [Kandidatin – „Survivor“]:

Mein Tagebuch und natürlich ein Stift zum Schreiben.

Ich würd’ sagen, das rechnen wir nachher nochmal durch. Ich hätte Elina ja mit Blut schreiben lassen, aber mich hat mal wieder keiner gefragt. Egal, weiter zu Markus R. (26), seines Zeichens Zimmerer, der nimmt nämlich auch was Lustiges mit auf die Insel:

Das ist meine Fahne, die Freistaat-Bayern-Fahne. Die ist überall dabei, sogar im Urlaub auf Mallorca.

Na, da haben wir aber wieder Glück gehabt, dass Markus R. die Freistaat-Bayern-Fahne mit auf die Insel nimmt und nicht seine Alkohol-Fahne, denn die haben die meisten Mallorca-Urlauber ja auch überall dabei.

Ähnlich unnützen Müll bringen übrigens alle Kandidaten mit auf die Insel. Alternativ hätte man ja auch vielleicht mal was Nützliches mitnehmen können, wie zum Beispiel einen Strick zum Erhängen, ein Pornomagazin, eine Flasche Jägermeister oder auch einen Vibrator. Wenn Elina schon einen Stift für ihr Tagebuch mitnehmen darf, dann wären zwei Batterien für den kleinen Freund und Helfer ja wohl auch noch gerade drin gewesen. Ganz schlaue Kandidaten (ja, ich weiß...) hätten vielleicht sogar ein Taschenmesser oder sowas mitgenommen, aber das ließ wohl Pro7 nicht zu, denn wie uns Sascha Kalupke ja bereits erklärte, ist es für die Quote einfach besser, wenn sich die Teilnehmer im Streit über einen Feuerstein oder ein Moskitonetz gegenseitig die Köpfe einschlagen...

Übrigens... raten Sie doch mal, was Kawupke mit auf eine einsame Insel nehmen würde – das teilte er nämlich der Website YAHOO Lifestyle mit... genau, einen Feuerstein, eine Machete und eine Angel.

Pro7 ["Survivor"-Website]:

Hast du ein Lebensmotto?

Philipp [Kandidat – „Survivor“]:

Mein Lebens-Motto ist, vielleicht nicht immer den geraden Weg zu gehen, sondern mehr darauf zu achten, Spuren zu hinterlassen.

Da werden sich die anderen Kandidaten aber freuen, wenn Philipp (27, Outdoor-Trainer) nach dem ersten Grillfest besoffen im Zickzack durchs Lager torkelt und überall sein Häufchen hinsetzt, nur um zu zeigen, was sein Team gestern für einen Mordsspaß hatte. Nein, ist klar – Philipps Aussage war natürlich eine Metapher... warum der allerdings glaubt, er könne mit der Teilnahme an einer Sendung Spuren hinterlassen, die wahrscheinlich so lange durchgenudelt werden wird, bis sich nach der 50sten Staffel nicht mal mehr die Kandidaten daran erinnern wollen, dass sie jemals zugast im Debilen-Inselasyl waren, muss mir erst noch jemand erklären.

An wen sich jetzt das Motto der Show „überwinde, überliste, überlebe!“ richtet ist mir, zumindest bisher, noch nicht so ganz klar geworden... es steht aber zu befürchten, dass es für die Zuschauer von Pro7 wesentlich schwieriger werden dürfte auch nur eine Episode dieses wahr gewordenen Malariefieber-Apltraums zu überleben, als für die Teilnehmer des selbigen 50 Tage auf der Insel.

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