In der ersten Sendung setzte sich die „Prominenz“ übrigens aus Mr. Comeback Axel „Aua, bitte schlag mich nicht“ Schulz, Andrea Göpel (woher man dieses Massengrab für Schokoriegel kennen soll, weiß ich bis heute noch nicht und irgendwie war mir meine Zeit auch zu schade im Internet zu recherchieren) und – weil man von den beiden ersten Kandidaten Augenkrebs bekommt – noch Miriam Pielhau, die da wohl prophylaktisch entgegenwirken sollte, zusammen.

Axel Schulz und Andrea Göpel in dieselbe Sendung zu nehmen war rein technisch gesehen übrigens ein ganz böser Rohrkrepierer, passen die beiden Pommespanzer doch kaum gemeinsam auf einen 16:9 Widescreen. Überhaupt musste man immer, wenn Schulz und Göpel in die Nähe des Meers gingen (schließlich findet das Ganze auf einer Südseeinsel statt) Angst haben, dass jeden Moment ein japanischer Walfänger auftaucht, der versucht die beiden zu harpunieren.
Mein absolutes Lieblingsfolterinstrument in der ersten Folge war definitiv der "rollende Todestunnel", eine sich drehende Röhre, die zuerst die Kandidaten und danach die Prominenten durchlaufen mussten. Ich glaube, man kann durchaus sagen, dass Axel Schulz und Andrea Göpel hier mit den meisten Spass hatten. Soviel Überschläge innerhalb einer Minute erlebt man sonst nur, wenn man auf der Autobahn bei Tempo 230 den Vordermann als Sprungschanze benutzt.

So und ähnlich erniedrigend sehen übrigens alle Spiele in „Entern oder Kentern“ aus, daher erspare ich Ihnen an dieser Stelle auch die genaue Schilderung weiterer Einzelheiten. Es lässt sich aber sagen, dass man sich bei allen Spielchen ganz gerne auf den Arsch oder aufs Maul legt und man zur zusätzlichen Erheiterung des Publikums den Prominenten öfters mal besonders doofe Kostüme überstreift, was denen dann, metaphorisch gesprochen, den Gnadenschuss in Sachen Restwürde gibt.


Eine absolute Sternstunde in „Entern oder Kentern“ war natürlich Michaela Schaffrath als Kandidatin. Jau, Sie wissen schon – Michaela Schaffrath, alias Gina Wild, unser aller Fickchen aus diversen steck-weg-Produktionen. Aber damit ist es ja jetzt vorbei. Hatte sich das knallblonde Gummiboot nämlich im letzten Jahrtausend noch alles reingeschoben, was nicht größer als ein Kleinwagen war, so entschied sich Frau Wild im Jahr 2000 eine ernsthafte Schauspielerkarriere anzustreben. Da helfen Auftritte in unterirdischen und niveaulosen Shows wie „Entern oder Kentern“ natürlich enorm...

Unglücklicherweise brach sich das ehemalige Bückstück der Nation, wie sie im RTL Morgenmagazin berichtete, bei einem Spiel zwei Rippen. Wie brabbelte Michaela da so schön: „Das ist bei einem der Spiele passiert, bei 'Entern oder Kentern' – im Sumpf des Verbrechens, wenn ich mich recht erinnere...“ Gut, da hat sich die Michaela jetzt nicht so wirklich recht erinnert, denn es war der trügerische Sumpf, wo sie sich zwei Rippen brach – da aber die gesamte Sendung ein Verbrechen ist, lassen wir das nochmal durchgehen. Hätte übrigens alles noch viel schlimmer kommen können, wäre Michaela nämlich auf die Möpse gefallen, dann wäre heute vielleicht die ganze Insel mit Silicon verseucht.
Sehen tut man nach Michaelas Angaben nix, denn im Interview antwortete sie auf die Frage der Moderatorin, ob sie denn auch einen Bluterguss habe mit den Worten: „Ich hab dann auch damit gerechnet, dass es irgendwann grün und blau wird, aber der Erguss ist wohl nach innen gegangen.“ Ja, und damit kennt sie sich ja aus, die Michaela – mit Ergüssen, die bei ihr nach innen gehen...
Und überhaupt – Ich dachte die hätte sich die Rippen gebrochen? Wenn man sich das obige Bild anschaut hat man aber eher den Eindruck die hätte sich die Frisur gebrochen. Was ist denn da passiert, wenn ich fragen darf? Das sieht ja schlimm aus.
Im trügerischen Sumpf stürzte auch Andrea Göpel in der ersten Folge von „Entern oder Kentern“, allerdings mit weniger schlimmen Folgen – kein Wunder, ist die gute Andrea doch um die Rippen rum auch ein bisschen besser gepolstert. Comtessa Zietlow gewann aber mit den Worten „das war sehr Schade, du hast dann nur irgendwie das Gleichgewicht verloren...“ sogar diesem Sturz etwas Positives ab, schließlich dürfte das das erste Mal in ihrem Leben gewesen sein, dass Göpelchen Gewicht verloren hat.

Die beste Nachricht zum Schluss: Es stehen lediglich noch drei Folgen „Entern oder Kentern“ an. Sollten Sie also noch keine Folge gesehen haben, so rate ich unbedingt dazu, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen – es wird Sie Demut lehren. Und da die Quoten der Show ähnlich mies waren, wie Götz Ottos Imitation von Käpt’n Iglo auf Meskalin, darf angenommen werden, dass RTL die „Entern oder Kentern“-Schotten dichtmacht und den ganzen maroden Kahn in der Südsee versenkt – schön wär’s ja, wenn man die beiden Moderatoren und vielleicht auch noch so den einen oder anderen C-, D- oder E-Prominenten gleich mit auf den Grund des Meeres schicken könnte. Das allerdings dürfte wohl pures Wunschdenken bleiben...
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